Mail Order World 2007 – Fazit
Weit hinter den Erwartungen zurückbleibende Besucherzahlen, in der Mehrzahl „High Potential-Gespräche“ mit Messebesuchern und reichlich wahrgenommene Gelegenheiten fürs Networking mit Kunden, Partnern und Ausstellern – das ist mein zwiespältiges Fazit zur MOW 2007. Zu den Hintergründen und persönlichen Einschätzungen:
Aus Besuchersicht – sehr gut: Die Mail Order World als „führende Fachmesse für den Versandhandel in Europa“ – das schürt natürlich die Erwartungshaltung und trifft aus Sicht der Besucher auch für das diesjährige Zusammentreffen des Who-Is-Who in den Rhein Main Hallen Wiesbaden zu. Die Ausstellerliste hatte nicht nur bezüglich der Teilnehmerzahl viel zu bieten sondern war sowohl thematisch als auch namhaft sehr gut aufgestellt.
Aus Ausstellersicht - befriedigend: Aus unserer Sicht als Aussteller gab es unter dem Aspekt „Qualität vor Quantität“ keinen Grund zur Klage, trotzdem ich insgesamt mit wesentlich größeren Besucherströmen gerechnet habe. Die Momente des „Beine-in-den-Bauch-stehen“ waren einfach zu lang – wobei wir auf unserem Stand nicht zu denen gehörten, die passiv darauf warteten, angesprochen zu werden, sondern auf der Messe aktiv Besucher eingeladen haben. Die Mehrzahl der erfassten Kontakte kann durchaus als „High Potential“ eingestuft werden – was diese Einschätzung in Zahlen ausgedrückt tatsächlich bedeutet, werden die nächsten Wochen zeigen.
Zur Besucherzahl: Als Grund für die mangelnde Besucherzahl sehe ich die zu dichte Aufeinanderfolge von namhaften Veranstaltungen wie die OMD in Düsseldorf und die SYSTEMS in München. Wie ich in Feedback-Gesprächen mit anderen Unternehmen auf der MOW erfahren habe, hat insbesondere die OMD bleibende Eindrücke bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen hinterlassen, die innerhalb des kurzen Zeitraumes sehr schwer zu toppen waren. Und warum auch sollte z.B. jemand, der Firma XY auf der OMD besucht hat, nochmals Eintrittsgeld in die Hand nehmen, und auf die MOW kommen? Zudem ist die Gastgeberliste OMD und MOW in vielen Themenbereichen deckungsgleich gewesen.
Themenschwerpunkt Web 2.0 - verfehlt: Das Thema „Web 2.0 und Internet - Zukunftsstrategien für den Versandhandel“ ist von den Ausstellern nach meinem Dafürhalten nicht explizit bis gar nicht aufgegriffen worden. Das mag daran liegen, dass viele Unternehmen sich tatsächlich noch gar nicht damit beschäftigt haben, wie Web 2.0 in die eigenen Geschäftsprozesse eingebunden werden kann. Vielleicht auch, weil trotz etablierter Web 2.0 –Dienste und -Angebote immer noch nicht klar definiert ist, was Web 2.0 überhaupt ist, wo es anfängt und wo es aufhört?
Vitamine für Ihr eBusiness: Unter diesem Motto präsentierten wir uns mit top concepts anschaulich mit Einkaufswagen (unser „mobiler Messestand“
), echten altländer Äpfeln und einem weiblichen Eye-Catcher (noch mal Dankeschön an Nina!).

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Hehe „High Potential-Gespräche“
Da war doch was
Hey, ich habs doch in Anführungszeichen gesetzt