Brockhaus demnächst online kostenlos
Brockhaus: Ein Urgestein der klassischen Nachschlagewerke streicht die Segel im Markt der haptischen Enzyklopädien. “Brockhaus online” soll mitte April 2008 im Netz erscheinen und damit die 21. Auflage als endgültig letzte traditionelle blätterbare Brockhaus Enzyklopädie ablösen, wie z.B. auf golem.de oder netzticker.net zu lesen ist. Finanziert wird das Ganze dann über Werbung. Im Herbst 2008 soll das Angebot um eine werbefreie Version für Schulen ergänzt werden.
Zurück bleibt ein weinendes und ein lachendes Auge.
Bedrückend ist, dass nicht innovative Geschäftsideen sondern meherere Millionen Euro Verluste bei den gedruckten klassischen Lexika Ursache sind, weil immer mehr Menschen auf Nachschlagewerke wie z.B. Wikipedia zurückgreifen. Darüber hinaus wird der Online-Gang mit einem sogenannten sozialverträglichem Stellenabbau (50 Stellen am Mannheimer Standort) einher gehen.
Klasse aber , dass (bisher qualitativ hochwertig dokumentiertes) Allgemeinwissen endlich kostenfrei und allgmein verfügbar wird. Lobenswert ist auch das werbefreie Angebot für Schulen.
Via digital:next
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Wikipedia und Konsorten sind schon schoen.
Dennoch finde ich gedrucktes Wissen irgendwie besser. Schade an sich.
Eine tolle Aera geht zu Ende. :/
Ja wo isser denn nun geblieben, der kostenlose Online-Brockhaus? Im April kam er nicht – und jetzt im August immer noch nicht! Oder doch? Wie lautet der Link?
Gute Frage, unter http://www.brockhaus.de auf jeden Fall nicht! Warum und weshalb kann beim SPIEGEL online hier nachgelesen werden:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,544722,00.html
Eine Alternative zum Brockhaus ist “Meyers Lexikon” unter lexikon.meyers.de oder good old Wikipedia (de.wikipedia.org).
Dann bleibt jedenfalls nachweislich festzuhalten, dass dies alles nur eine unverschämt verlogene Schleichwerbung sondergleichen war und ist:
http://www.brockhaus.de/presse/detail.php?nid=17&id=537
http://www.google.de/search?q=brockhaus online gratis
… etc. pp.
Alles Lüge!
Sympathien mit großen und klaren Versprechungen zu wecken, ohne diese einzuhalten, und mittels Zeitungsenten, Finten und letztlich falscher Berichterstattung pure Eigenwerbung zu betreiben – noch dazu völlig ohne Werbekosten – stellt marketingrechtlich einen Straftatbestand dar, der sogar (unbewusst?) unterstützt wurde durch diverse Journalisten, Blogger, Zeitungen, Newssites, TV-Sendungen und sonstige naive Medien.
Wann berichten diese derart missbrauchten Medien endlich mal darüber, dass Brockhaus’ leere Versprechung eine kommerzielle Lüge darstellt, die für den Brockhausverlag hoffentlich bald in Antiwerbung und Auflagen-Stop umschlägt?