Feng-Gui: Heatmap oder “Kristallkugel”?

feng-gui.jpgFeng GUI ist eine Alternative zu Heatmaps auf Basis von Eye-Tracking oder Mouse-Klicks – so beschreiben es jedenfalls die Entwickler. Das Besondere dabei ist, dass die Ergebnisse nicht auf direkte Messungen basieren. Stattdessen wird auf Grundlage eines Algorithmus ermittelt, wo Nutzer in welcher Reihenfolge bevorzugt hinschauen (Hotspots).

Feng GUI wird eingesetzt zur Erfolgsbeurteilung von Websites, Werbeanzeigen und Videos sowie zur Erstellung von „Smart Thumbnails“ (Auswahl des optimalen Ausschnitts eines Bildes für Thumbnails). Die Übereinstimmung der Feng GUI-Ergebnisse im Vergleich mit Eye- und Mouse-Tracking soll bei 70% liegen.

Kostenloser Test gefällig? Dann einfach auf www.feng-gui.com einen Screenshot der eigenen Website hochladen und das Ergebnis abwarten. Bei mir schaut das Ganze so aus (zum Vergrößern anklicken):

Blog-Onlinemarketing in Feng GUI

Was eben so faszinierend wie unglaublich klingt, ist bei ernsthaften Optimierungsmaßnahmen von Websites oder Anzeigen sicherlich mit größter Vorsicht zu genießen, denn kein Algorithmus kann die wirren Gedanken eines Menschen vorhersehen. Wo da der Unterschied liegen kann, zeigt das Beispiel von Beta Blogger auf FreeTagger.com: Zum Testen hat er das Bild einer ansehnlichen nackten Frau zur Überprüfung hochgeladen. Ich hätte da auf jeden Fall anderswo „Hotspots“ erzeugt! ;)

Wie gut Feng GUI wirklich ist, müsste einmal objektiv mit tatsächlichem (menschlichen) Verhalten verglichen werden. Oder reicht ein Vergleich mit M-Pathy oder Crazy Egg? Wo User hinschauen und wo sie hinklicken bzw. hinklicken können sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich glaube, eine echte Bewertung macht nur mit Ergebnissen aus echten Eye-Tracking-Sessions Sinn.

Darauf aufmerksam gemacht von meinem Kollegen Konstantin Minster (derzeit leider ohne Blog :( )

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